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Der nigerianische Choreograf und Tänzer Abubakar Usman
beschreibt in seinem neuem Tanzstück "Oju"
(Das Auge), einen spirituellen Weg der Transformation alter
Traditionen in die Moderne des politisch aufgewühlten
Nigeria. Das Wissen um die Geister ihrer Tradition bildet
die Ressource, aus der die vier jungen Tänzer dieser
Performance schöpfen, um auf ihrem Weg, gepflastert von
Brutalität, Hass und Qual, zu neuen menschlichen Werten
zu finden.
Das zweite Stück des Abends ist die Europapremiere von
"Night" (mit drei Tänzern): Abubakar Usman
schreibt dazu: "Wie wir uns im Tag voran bewegen, freuen
wir uns auf die Nacht, die wir uns als die ruhige Zeit vergegenwärtigen.
Tagsüber geschieht sehr viel, die meisten von uns bemerken
aber gar nicht, was um sie herum nachts im weltweiten rapid
eye movement vorgeht. Aber ich denke, wir können
darüber reden, nachdenken und es zeigen, um etwas zu
verändern."
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"Oju - Das Auge" und "Night"
Choreografie: Abubakar Usman
Tänzer: Abubakar Usman, Esther-Abimbola Usman, Iwar Benjamin
Ben, Okon Akam
Abubakar Usman, 1970 in Kano/Nordnigeria geboren,
gilt als einer der besten Tänzer Afrikas und entwickelt
als Choreograf eine neue, akrobatisch eindrucksvolle Bewegungssprache.
Er war 14 Jahre beim Nationalen Tanzensemble Nigeria engagiert
und hat bereits mit Claude Brumachon bei "Les Larmes
des Dieux" im Theatre d'Avignon, mit Susanne Linke bei
"Le coq est mort" im Hebbel Theater und mit Koffi
Kôkô bei "Les feuilles qui resistent au vent"
bei IN TRANSIT 03 am Haus der Kulturen der Welt zusammengearbeitet.
Sein eigenes Choreografendebüt gab er im Jahre 2000 bei
"Dance meets Dance" in Nigeria. Seither hat er sieben
eigene Stücke kreiert.
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