IN TRANSIT 04: Das Festival
Koffi Kôkô und Johannes Odenthal
IN TRANSIT 04 ist der Versuch, die Tradition der westlichen Moderne in den Darstellenden Künsten durch den Blick von außen zu transformieren.
Was ist Kunst zu Beginn des 21. Jahrhunderts?
Welche Rolle spielen Europa und Deutschland als kultureller und künstlerischer Standort in der Welt?
Ist das zeitgenössische Tanztheater das urbane Ritual der modernen Gesellschaft?
Was kann uns der Körper lehren?
Gibt es eine Aufklärung aus dem Körper?
Ist das Theater die Bühne der politischen Veränderung?
Sind Kunst und Kultur die neuen Felder der politischen Auseinandersetzung?
Was ist traditionell und was ist modern?
Wie hat die Moderne die Kunst in den postkolonialen Kulturen geprägt?
Wie können wir die Moderne als künstlerische Emanzipation, als weltweite Ausbeutung, als Unterdrückung und Demokratisierung zusammendenken?
Wie prägen die politischen Aufbrüche, aber auch Zensur und Unterdrückung die Werke von Künstlern in der Welt?
Von welchen Utopien erzählen die Künstler?
Wo finden wir die Geschichten vom Glück?
Welche Erinnerung transportiert der Körper?
Woher beziehen die Tänzer und Schauspieler ihre Kraft der Emanzipation, des Widerstands?
IN TRANSIT versucht den Perspektivenwechsel.
Die Peripherie wird zum Zentrum.
Die öffnung zum Anderen ist Prinzip.
Das 21. Jahrhundert wird den neuen Zentren gehören: in China, Brasilien, Indien, Japan, Mexiko, Südafrika.
Die internationalen Beziehungsgefüge verändern sich mit rasanter Geschwindigkeit.
Die wirtschaftliche und politische Dominanz Europas hat sich nachhaltig relativiert.
Avantgarde ist nicht länger ein Privileg von Kunst und Kultur in Europa.
Religiöse und ethnische Gegensätze haben sich heute längst in die Metropolen Westeuropas verlagert.
Kulturelle Identität wird performativ.
Das Theater gewinnt als Experimentierfeld für individuelle und soziale Entwicklungen seine politische Bedeutung zurück.
+++ Kunst ist Politik. Politik ist Veränderung. Veränderung ist Aufklärung. Aufklärung ist Kunst. Kunst ist Politik. +++
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The Third Body
Was ist der Dritte Körper? Der erste Körper ist der physische, der biologische Körper. Der zweite Körper ist der kulturelle, der sozialisierte Körper, der Körper der Erinnerung. Der dritte Körper ist der nicht mögliche Körper, der Körper zwischen den Welten, der Körper in der Grenzüberschreitung. Auf der Suche nach einer Vision des Menschen wird der Körper zum Medium der Erfahrung, der Kommunikation, der Transformation.
Der Dritte Körper assoziiert "Dritte Welt" ebenso wie einen dritten Raum jenseits bipolarer Denkmodelle. Das Haus der Kulturen der Welt versteht sich als dritter Raum - ein offener Raum der Begegnung, des Austauschs und der Neuproduktion.
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