THE GLOBAL SOUL - THE BUDDHA PROJECT
Performance - Koproduktion - Preview
Konzept und Regie: Ong Keng Sen
Mit: Charlotte Engelkes, Kang Kwon Soon, Pichet Klunchun, Sophiatou
Kossoko, Toru Yamanaka, Zeng Jing Ping
Fr 30.5. + Sa 31.5., 21.30 h | So 1.6., 20.30 h
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro
Sa 31.5. > Postshow Talk (Eintritt frei)
Sa 7.6., 18.30 h > Talkshow mit Ong Keng Sen (Eintritt frei)
>Die Produktion
Eine Geschichte zeitgenössischer Reisender − der Künstlerpersönlichkeiten
Charlotte Engelkes, Sophiatou Kossoko und Pichet Klunchun − unterwegs
in Stadtlandschaften auf der Suche nach Erleuchtung und Nähe.
Sie sind Bürger einer Jetlag-Stadt, die in einer Klanglandschaft
Toru Yamanakas vom japanischen Performance-Kollektiv "Dumb
Type" schwimmen. Flughäfen werden zu Orten der Erwartungen
und Möglichkeiten, zu Transiträumen, die in einem emotionalen
Mahlstrom aufgehen können. Weltwährungen, die USA, künstlerisches
Kapital, repräsentative, von den politischen Systemen umworbene
Identitäten und alte Kulturschätze − das alles wird in
dieser Reise vermischt, ein Ticket für die Rückreise gibt
es nicht.
> Die Idee
"The Global Soul - The Buddha Project" des IN TRANSIT-Kurators
Ong Keng Sen ist gleichermaßen von den Ideen des indisch-britisch-amerikanischen
Autors Pico Iyer wie von Gautama Buddha inspiriert:
"Als Buddha unter dem Bodhi-Baum sitzend ins Nirwana kam,
war er nicht auf einer physischen Reise, sondern auf einer Reise
seiner Gedanken, seiner Vorstellungskraft. Es geht also nicht darum,
das Leben Buddhas in eine Performance oder etwas Spirituelles zu
verwandeln, sondern die Reisenden von heute genauer zu betrachten.
Warum reisen wir? Wonach suchen wir dabei?" Ong Keng Sen
Pico Iyer in "The Global Soul. Jet Lag, Shopping Malls, and
the Search for Home" (New York, 2000):
"Ich begann mich zu fragen, ob nicht eine neue Form von Lebewesen
das Licht der Welt erblickte - ein Bürger dieses internationalen
Imperiums - entstanden aus Fusionen und Konfusionen, die bisher
nicht bekannt waren, eine ,Global Soul'... Diese Kreatur könnte
eine Person sein, die in vielen Kulturen gleichzeitig aufgewachsen
ist - und daher in den Brüchen zwischen ihnen lebt -, oder
jemand, der zwar einen festen Hintergrund hatte, aber in einer Welt
lebte und arbeitete, die ihn in drei Stunden von tropischem Klima
in den Schneesturm katapultierte. Sie könnte einen Namen haben,
der nichts über ihre Nationalität verriet (wie Kim oder
Maia), und ein poröses Selbstverständnis haben, das mit
der Örtlichkeit wechselt... Ihre Erinnerungen handelten von
Flughäfen, die mehr und mehr transnationalen Städten ähnelten.
Obwohl ihr die Bindung an ein wir' abhanden gekommen wäre,
wäre die Treue an ihre Fluggesellschaft ungebrochen."
© Pico Iyer. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Alfred
A. Knopf, New York
> Das Ensemble
Sophiatou Kossoko verknüpft spirituelle Energien mit radikalen
Movements des Modern Dance. Sie siedelt ihre tänzerische Auslotung
der eigenen Persönlichkeit in den Grenzbereichen von bildender
Kunst, Improvisation und Körperarbeit an.
Charlotte Engelkes, geboren in Stockholm, arbeitet im Bereich des
zeitgenössischen Theaters und des Modern Dance. Zu ihren bekanntesten
Stücken zählen die Multimedia-Performance "Hashirigaki"
von Heiner Goebbels und "Search: Hamlet" von Ong Keng
Sen, uraufgeführt auf Schloss Elsinore.
Pichet Klunchun, Tänzer und Choreograph aus Thailand, hat
klassischen Thai-Tanz studiert. Er hat unter anderem bei den Eröffnungszeremonien
der "Asian Games" in Bangkok 1998 und der "Bangkok
Sound and Light Show, The River of King" im Jahre 2001 mitgewirkt.
Kang Kwon Soon zählt zu den besten Sängerinnen Koreas.
Sie ist auf zahlreichen Festen, im Fernsehen und im Radio aufgetreten,
hat eigene Stücke komponiert und mit der bekannten koreanischen
Percussion-Band Samul Nori aufgenommen.
Zeng Jing Ping ist Leiterin des "Fujian Liyuan Opera Theatres",
der einzigen Gruppe in China, die sich auf diese mehr als tausendjährige
Opernform spezialisiert hat. Sie ist berühmt für ihre
Fähigkeit, verschiedene traditionelle Charaktere darzustellen
und zeitgenössische Versionen der Liyuan Oper zu kreieren.
Toru Yamanaka aus Japan ist Komponist, Produzent und Club DJ. Bis
2000 arbeitete er als Komponist und Sound Designer für die
japanische Performance-Gruppe Dumb Type. In seiner Kunst sucht er
den Bezug zur sich stets wandelnden Gesellschaft.
Die anderen Produktionen:
- Les feuilles qui resistent au vent >>
- Diva Siva >>
- Undesirable Elements Berlin >>
- Report on Giving Birth >>
- The Incredible Disappearing Woman >>
- Mapplethorpe >>
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