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Giving Birth

REPORT ON GIVING BIRTH

Performance
Konzept: Wen Hui und Wu Wenguang
mit Feng Dehua, Zheng Fuming, Wang Yanan,
Wan Mei, He Zhumei, Wen Hui und Wu Wenguang
Sa 7.6. und So 8.6., 20 h
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro
Do 5.6., 18.30 h > Talkshow mit Wen Hui und
Wu Wenguang (Eintritt frei)
Sa 7.6. > Postshow Talk

Independent Artists in Beijing
The Berlin Lab - Video Lecture Performance
mit Wen Hui und Wu Wenguang
Mi 11.6., 20 h
Eintritt: 5 Euro

> Die Produktion
Aufnahmen von Reden, Schnappschüsse und Haushaltsartikel: Dieses multimediale Tanztheater greift auf Installationen ebenso wie auf authentisches Ton- und Filmmaterial zurück, kombiniert Bewegung mit Materialien aus dem täglichen Leben. Für "Report on Giving Birth" reisten die Choreographin Wen Hui und der Dokumentarfilmer Wu Wenguang durch China und interviewten Frauen aus unterschiedlichen Schichten, in unterschiedlichen Lebenslagen zu den Bedingungen, unter denen sie ihre Kinder zur Welt brachten - auf dem Land oder in der Stadt, neben dem Beruf oder als Hausfrauen. Zu den Interviewten gehörten Lehrerinnen, Arbeiterinnen, Hausfrauen, Hebammen, eine Taxifahrerin, Soziologinnen, Ingenieurinnen, Schriftstellerinnen und eine Redakteurin. So entstand eine Landschaft des heutigen Chinas zwischen Ein-Kind-Politik und dem uralten Druck auf Frauen, mit einem kleinen männlichen Stammhalter den Bestand der Familie zu sichern.

> Der Hintergrund
"Während der Jahrzehnte zwischen den 1950ern und 1980 haben die chinesischen Frauen eine ganz eigene historische Phase mitgemacht. Seit den 50ern wurden Frauen dazu ermutigt, ihr Heim zu verlassen und am ‚Produktionsprozess' teilzunehmen. Dieser Trend erreichte seinen Höhepunkt während der Kulturrevolution von 1966 bis 1976. Erst seit den späten 80ern erwachte das Bewusstsein für Sexualität zu neuem Leben. Nach der Entdeckung ihrer eigenen Sexualität fingen einige Frauen an, ihre Körper zu benutzen, um Männern zu gefallen oder um Geld zu verdienen. Ihr Selbstwertgefühl ging ihnen dabei verloren, und das führte zu einer Eskalation der Probleme der Frauen in den 90er-Jahren. Diese gesellschaftlichen Phänomene bilden den Hintergrund für diese Arbeit."

> Die Macher
Die Choreographin Wen Hui gründete 1994 in Peking das Living Dance Studio als unabhängige Tanzkompagnie. Die Arbeiten des Dokumentarfilmers Wu Wenguang werden in ganz Europa, Amerika und Asien gezeigt. In ihren gemeinsamen Projekten entwerfen sie ein Porträt der chinesischen Gegenwartsgesellschaft. Ihre Arbeit handelt oft vom rasanten Wirtschaftswachstum - in einem Land, in dem Leute sich bereitwillig verkaufen, um voranzukommen.

Wen Hui und Wu Wenguang berichten außerdem in einer Lecture über die unabhängige Kunstszene in Peking.

Die anderen Produktionen:

- Les feuilles qui resistent au vent >>
- The Global Soul - The Buddha Project >>
- Diva Siva >>
- Undesirable Elements Berlin >>
- The Incredible Disappearing Woman >>
- Mapplethorpe >>



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