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IN TRANSIT 2003: Customs - Nothing to declare
von Ong Keng Sen, Kurator und künstlerischer Leiter

In Transit begeht in diesem Sommer sein zweites Jahr. Wie bei jedem zweiten Jahr gibt es noch mehr Fragen als zuvor, und oft genug keine Antworten. Letztes Jahr hat man mir viele Fragen gestellt, etwa die, ob IN TRANSIT ein multikulti-Festival oder politisch korrekt ist, oder ob kultureller Austausch an sich schon Kunst ist.
Natürlich wirft das die Frage auf: Unter welchen Umständen wird der Ausdruck eines 'ethnischen' Individuums in Europa zur Kunst? Wann überwindet er das unsägliche! Etikett der Volkskunst, wann wird er bedeutsam für die gastgebende Stadt in Europa und für die Stadt, aus der er kommt?

Haben Begriffe wie Heimat und/oder Wurzeln und/oder Wohnort und/oder Schauplatz überhaupt noch einen Sinn im Zeitalter der Mobilität?
Oder haben wir uns vom Ethnozentrismus zur Hybridität und Vielfalt und wieder zurück zu den Freuden des Lokalen bewegt?

Angesichts dieser drängenden und verwirrenden Fragen fuhr ich zurück nach New York City. Dort habe ich studiert, dort war ich nie ein Fremder − vielleicht, weil wir alle Fremde waren. New York ist eine der wenigen Städte auf dieser Erde, wo das Fremdsein geschätzt und nichts Ungewöhnliches ist, wo der Fremde willkommen ist und das künstlerische Exil seine Heimat hat − in der Stadt der Einwanderer. Eine Stadt, die auch ihre Politik offen zur Schau trägt.
Ich habe einmal die Komplexität dieses Themas mit einem Zauberwürfel, einem Rubik's cube, verglichen, der mit jeder Drehung eine andere Oberfläche zeigt oder verbirgt. New York ist ein politisches Minenfeld, es verwandelt sich spielerisch und wird dabei immer beredter, immer eindringlicher, immer schneidender.

Zu den Fragen, die sich mir stellen, gehören auch die nach den Grenzen. Was sind Grenzen heute? Sind es die offensichtlichen Zoll- und Einwanderungsgrenzen, die wir bei jeder Reise überschreiten?
Oder verflüchtigen sich diese Grenzen zunehmend, um erneut zu kondensieren, sobald eine Oberfläche die Atmosphäre bedroht, sobald eine Störung das Unsichtbare deutlich macht?

So sehr wir uns auch sträuben mögen, wir sind durch unsere soziale und kulturelle Herkunft geprägt, imprägniert. In uns sind soziale Gebräuche ("Customs"), die wir überallhin mitnehmen. Vor diesen Gebräuchen laufen wir davon, wir widerstehen ihnen, aber sie sind in unserem Inneren geklont, wir sind Überträger, wir sind infiziert.

Und in diesem infizierten Zustand eilen wir durch den Gang "Nothing to declare", um Fragen auszuweichen, um uns zu tarnen.

"I have nothing to declare."
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Aufzeichnungen aus New York City
Nicht zufällig sind New York City und die Vereinigten Staaten seit zwei Jahren in aller Munde. Mit seinen inneren Widersprüchen ist New York die Stadt unserer Träume, und zugleich sind die USA das Zentrum unserer derzeitigen schwelenden Kulturkämpfe.

New York City ist nicht Amerika. Jeder Amerikaner sagt einem das. Und tatsächlich ist New York vollkommen anders als der Rest des Landes. Die Visumabteilungen der US-Botschaften sind berüchtigt dafür, dass sie jeden schikanieren, der in die Staaten einreisen will. Aber wenn man einmal in New York ist, verschmilzt man mit dieser Stadtlandschaft. Jeder ist hier ein anderer.

Deshalb entwickelt auch jeder eine eigenwillige Sichtweise, einzigartig und offen und letztendlich angereichert von dem Wissen der Kulturen, die man zurückgelassen hat. Coco Fusco hat eine Ausbildung im Bereich der bildenden Kunst und des Films hinter sich. Sie ist mit dem Etikett der "Latina" um den Hals aufgewachsen und hat den Großteil ihrer frühen provokativen Arbeiten gemeinsam mit Guillermo Gomez-Peña entwickelt. Dazu gehört auch ihr "The Couple in the Cage". Die Performance bestand aus zwei Eingeborenen in einem goldenen Käfig (Gomez-Peña und Fusco), die einem wohlmeinenden, aber privilegierten Publikum vorgeführt wurden. Heute hat Cocos Arbeit diese Arena verlassen und sich weit darüber hinaus entwickelt. Sie engagiert sich politisch an der mexikanisch-amerikanischen Grenze, und hier vor allem für mexikanische Frauen, die als Arbeitskräfte ausgebeutet werden oder "verschwinden". Auch ihre persönliche Erforschung der Grenze zwischen Leben und Tod setzt sie fort. Cocos neues Stück handelt von einem Amerikaner, der ein Kunstwerk fabriziert, das aus angeblichen Aufnahmen seiner sexuellen Erlebnisse mit einer toten Mexikanerin besteht. [Border Customs in "The Incredible Disappearing Woman" am 13. und 14. Juni]

Einer meiner Studenten an der New York University hat als Teil eines Dramaturgieseminars von Andre Lepecki mit Walid Raad gearbeitet. Walid ist ein Mitglied der Künstlergruppe Atlas. Ich war von seinem imaginären Archiv und seinen erfundenen Geschichten des Konflikts zwischen Israel und dem Libanon aus den Siebzigerjahren fasziniert. Als Walid bei der Whitney-Biennale "The Curator" zeigte, präsentierte er die Archive der Atlas Gruppe in einem Powerpoint-Vortrag. Bei meinem anschließenden Lunch mit Walid im Penang, einem malaysischen Restaurant in Soho, erläuterte er mir das imaginäre Publikum, das er im Whitney-Museum versammelt hatte, ebenso wie seine scharfsinnigen Fragen, die mich an jenem Abend so erstaunt hatten! Wir sprachen über Walids neue Sicht auf Beirut, die er während seiner Studien in New York gewonnen hatte, über seine Entfernung von der Heimat, sein gegenwärtiges Leben in New York und über die Reisen zwischen den beiden Städten. [Imagined Customs in "Labcase: The loudest muttering is over", am 13. und "Labcase: Civilizationally, we do not dig holes to bury ourselves" am 14. Juni 2003]

Ping Chong wäre nicht, wer er ist, wenn er nicht in New Yorks Chinatown aufgewachsen wäre. Er hat sich nie öffentlich zum Anwalt der asiatischen Minderheit in Amerika gemacht. Die Horizonte seiner Arbeit sind viel weiter gesteckt. Pings Theater ist ein zutiefst politischer Kommentar des insularen Charakters der amerikanischen Psyche und unserer paranoiden Angst vor dem anderen, vor der Differenz. 1993 sah ich eine frühe Version von "Undesirable Elements". Darin ging Ping Chong den Wurzeln der Fremdenfeindlichkeit nach, indem er zehn "Fremde" in New York einlud, einem Publikum von ihren Erinnerungen, ihren persönlichen Geschichten, ihren Stereotypen und ihren Empfindungen zu erzählen. Anders als ein Großteil seines extrem ästhetisierten Werkes - etwa das Asiatische Quartett über Japan, China, Vietnam und Korea - reduziert er die "unerwünschten Elemente" auf den kargen Moment des Geschichtenerzählens. Seit zehn Jahren zeigt Ping Chong von dieser Arbeit immer wieder neue Versionen in verschiedenen Städten − zuletzt mit Kriegskindern, die heute in den USA leben. [Secret Customs in "Undesirable Elements", vom 6. bis zum 11. Juni 2003]

Ralph Lemon zeichnet seit acht Jahren an den Karten seine "Geography Trilogy". Dafür hat er die Kontinente Afrika und Asien bereist, und schließlich auch die Vereinigten Staaten. Der erste Teil nannte sich "Geography" und war eine Forschungsreise, hauptsächlich mit Tänzern von der Elfenbeinküste, aus Guinea und Amerika. "Tree", der zweite Teil seiner Trilogie, handelte von Lemons Reisen durch China, Japan und Indien und den dortigen Projekten. Viele seiner Begegnungen in China kristallierten zu komischen und dramatischen Szenen. Als "Schwarzer" erfand Lemon das Reisen neu in Gebieten, die in den Annalen Europas oft zur Domäne weißer Reisender aus der Oberschicht gehören. Die Recherchen für den abschließenden Teil der Trilogie nennen sich "Home". Sie handeln von Zugehörigkeit, Heimat und den Lebensgeschichten der Afroamerikaner zwischen Sklaverei und Demokratie. Der Blues und die Lynchmorde in den USA sind dabei herausragende Elemente. [Custom-made in "Labcase: Searching for Home", am 3. und 10. Juni 2003]
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Erzählungen von Reisenden
Im Januar 2001 flog ich nach Ouidah, um Koffi Kôkô in Ausübung seiner Funktion als Voodoo-Priester zu sehen. Koffi kommt nach Möglichkeit jedes Jahr im Januar nach Benin, um die Rituale an seinem Tempel zu pflegen. Ouidah ist einer jener alten westafrikanischen Häfen, die Europa, Nord- und Südamerika mit Sklaven versorgten. Zwischen den Voodoo-Ritualen und dem Festival des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes, das Koffi organisierte, stellte ich auch ein paar Nachforschungen über jene Reisenden an, die durch das "Tor des endgültigen Abschieds" ihre Fahrt antreten mussten. In den frühen 90er Jahren wurde eine Straße zwischen der Stadt Ouidah und ihrem Strand von der UNESCO zum Kulturdenkmal erklärt. An diesem Strand bestiegen die künftigen Sklaven Schiffe, die sie in neue Länder führten − in eine neue Heimat, die für die Nachfahren dieser Geraubten neue Identitäten schuf. Die regionalen Könige arbeiteten mit den europäischen Sklavenhändlern zusammen. Sie nahmen Angehörige "niederer" Stämme aus dem Landesinneren gefangen, um sie als Sklaven zu verkaufen.

Eines der wichtigsten Rituale, dem diese Sklaven sich unterziehen mussten, bestand darin, den Baum des Vergessens zu umrunden − neunmal die Männer und siebenmal die Frauen. Dadurch sollte die betreffende Person ihre Geschichte und ihre Wurzeln vergessen, denn ein Mensch ohne Erinnerung taugte am besten zum Sklaven. Nachdem seine Identität ausgelöscht war, konnte er völlig von Neuem beginnen. Er konnte neue Identitäten absorbieren und Loyalitäten bezeugen. Ich war tief getroffen von der Denkweise dieser afrikanischen Könige, denn sie schienen mir unendlich weise in ihrer Grausamkeit. Tagelang war ich fasziniert von dieser Geschichte erzwungener Aufbrüche in Richtung Amerika. Diese Menschen schufen die neuen Kulturen des schwarzen Brasilien, Haitis und der Afroamerikaner. Sie hielten in der neuen Heimat an Bruchstücken afrikanischer Identität und Spiritualität fest. Spätere Generationen erforschten ihre Vergangenheit und erfanden ihre Geschichte von Neuem. In Afrika, in den USA, in Brasilien.

Nach einiger Überlegung haben wir Koffi gebeten, für IN TRANSIT seine Spiritualität und die Gebräuche seines Volkes zu einem neuen tänzerischen Ausdruck zu abstrahieren − anstatt, wie ursprünglich vorgesehen, seine Voodoo-Rituale an Berliner Verhältnisse anzupassen. Ebenso wie beim Buddha Project richtet sich auch dieser Auftrag an zeitgenössische Künstler, die alte Formen der Spiritualität zu poetischen Reiseerzählungen verarbeiten. [Customs in "Les feuilles qui résistent au vent", 30. Mai bis 1. Juni 2003]

Als Gautama Buddha ein junger Mann war, wollte ihn sein Vater vor dem Leid der sterblichen Welt beschützen. Man hatte dem König gesagt, dass sein Sohn keinen alten Körper (eines Greises), keinen siechenden Körper (eines Kranken), keinen toten Körper (einer Leiche) und keinen ausgemergelten Körper (eines Einsiedlers) zu Gesicht bekommen solle. Doch es gelang nicht, Gautama in den Mauern des Palastes zu halten, denn er war ein Mann mit Neugier und Gewissen. Als Buddha diese Körper sah, fühlte er eine große Entfremdung und trachtete danach, den Geist und die Seele jenseits des Körpers zu verstehen. Er geißelte seinen Körper und hungerte, bis sein Rückgrat sein Brustbein berührte und seine Haare büschelweise ausfielen, sobald er sie berührte. Buddha erkannte, dass er einen starken Körper brauchte, um sich dem Geist zu nähern. Er saß unter dem Bodhi-Baum und bereiste die Welt in den Tiefen seiner Vorstellung. Vielleicht war Buddha die erste Weltenseele oder global soul. Vielleicht können wir ihn berühren, wenn wir reisen und in unserer rastlosen, heutigen Welt eine Heimat suchen.

Ein Geschichte zeitgenössischer Reisender (mit Charlotte Engelkes, Sophiatou und Pichet Klunchun) in Stadtlandschaften auf der Suche nach Verbindung und Nähe; Bürger einer Jetlag-Stadt, ein Symptom unserer gegenwärtigen Mobilität, die in einer Klanglandschaft Toru Yamanakas von Dumb Type schwimmen; Flughäfen als Orte der Erwartungen und Möglichkeiten; Transiträume, die zu einem emotionalen Malstrom explodieren können; Weltwährungen, die USA, künstlerisches Kapital, repräsentative, von den politischen Systemen umworbene Identitäten und alte Kulturschätze − das alles wird in dieser Reise vermischt, und ein Ticket für die Rückreise gibt es nicht. Wer bin ich? Wo bin ich? Buddhas letzter Atemzug...eine Reise ins Herz der Finsternis...entworfen und inszeniert von IN TRANSIT-Kurator Ong Keng Sen. [Global Customs in "The Global Soul - The Buddha Project", 30. Mai bis 1. Juni 2003]

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Die exotische Menagerie: Ich bin der, der ich bin.
Lisa Taouma hat mich an der Columbia University mit dem gesellschaftlich akzeptierten dritten Geschlecht der Samoaner, den Fa'afafines, vertraut gemacht. In einem sehr anregenden Vortrag stellte sie die Fa'afafines neben Gauguin und die dunkelhäutigen Mädchen − diese Frische des roten Jasmins, diese polynesischen Göttinnen der Südsee, diese faszinierend schönen eingeborenen Kinder mit dem verführerischem Blick, die schließlich zum Christentum bekehrt wurden von Kolonisatoren, die sie noch heute in den verschiedenen Formen der Entkleidung fotografieren.

Vielleicht fotografierten die deutschen Kolonisatoren, die so viele Bilder von schönen Samoanerinnen machten, ja in Wirklichkeit Fa'afafines, weil sie diese für die Perfektion der unschuldigen, kindlichen Eingeborenen des Paradieses hielten. Doch Fa'afafines sind Männer, die ein Leben als Frauen führen (wörtlich lässt sich das Samoanische mit "wie eine Frau" übersetzen).

Es wird noch komplizierter: Mit der Auswanderung vieler Samoaner nach Neuseeland ist dort die Minderheit der Pazifik-Insulaner entstanden. Vergleichbar mit der afroamerikanischen Kultur New Yorks, sind die Insulaner in Neuseeland heute die wichtigste Kraft alles Schöpferischen und Hybriden.

Zudem eignen sich zeitgenössische Transgender-Künstler die Identität der Fa'afafine als eine künstlerische und politische Position an, von der aus sie kreativ tätig werden und am Ende alles durcheinander mischen: in einem Tutti-Frutti-Aufmarsch, bei dem die schönsten "Frauen" in den verrücktesten Kitschklamotten des Jahrhunderts auf und ab stolzieren. Fertig ist die schrille Fa'afafine-Revue Diva Siva: Klischees, Parodien und Ikonen in Hülle und Fülle. Zitieren, um zu verwandeln.

Kommen Sie zur Diva Siva-Talkshow mit Gastgeberin Lisa Taouma. Dort werden Sie das gesamte Spektrum der Transgender-Typen von Teilzeit-Dragqueens über urbane politische Kunstaktivisten bis zu traditionell erzogenen Inselmädchen aus Samoa kennen lernen! [Gender Customs in "Diva Siva", 30. Mai bis 1. Juni 2003]
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Weiterreise nach Peking, Zwischenlandung Hongkong
Wen Hui, Wu Wenguang und das Living Dance Studio. Die Filme des Dokumentarfilmers Wu laufen in ganz Europa, Amerika und Asien. Gemeinsam mit seiner Partnerin Wen Hui entwirft er ein Porträt des heutigen China. Ihre Arbeit handelt oft vom rasanten Wirtschaftswachstum − in einem Land, in dem Leute sich bereitwillig verkaufen, um voranzukommen. Wen Hui hat auch mit Ralph Lemon in "Geography 2: Tree" zusammengearbeitet. Ich habe sie und Wu Wenguang 1995/96 kennengelernt und seitdem mehrfach mit ihnen gearbeitet. Eines unserer ersten gemeinsamen Projekte handelte von chinesischen Gastarbeitern in Singapur. Die beiden haben das zu einem ihrer erstaunlichsten Projekte erweitert: einigen Bauern, die sich jetzt in Peking als Bauarbeiter verdingen, zahlen sie den Gegenwert eines Tageslohns, damit diese im Zentrum für Kunst auftreten, anstatt auf der Baustelle zu arbeiten. Das ist die neue Exotik in der Stadt Peking.

Wen Hui und Wu Wenguang erfinden den chinesischen Tanz neu. Sie lassen sich inspirieren vom Dokumentarfilm und den Sprachen des Alltags. In diesem Jahr werden sie auf US-Tournee gehen und ihre Arbeit beim Festival d'Automne in Paris und in Berlin präsentieren. Für ihre Berliner Aufführung sind sie durch China gereist und haben Frauen interviewt, die unter den verschiedensten Bedingungen Kinder zur Welt gebracht haben − auf dem Land, in der Stadt, neben dem Beruf, als Hausfrauen. Es entsteht eine Landschaft des heutigen China zwischen der Ein-Kind-Politik und dem uralten Druck auf Frauen, den Bestand der Familie mit einem kleinen männlichen Stammhalter zu sichern. Ich bin...ich bin geboren am...in... [Birth Customs in "Report on Giving Birth", am 7. und 8. Juni 2003]

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Berlin anders wahrnehmen
Wer sind die Gesichter des heutigen Berlin? Wer lebt hier und nennt Berlin sein Zuhause? Ping Chongs "Undesirable Elements" wird die Gesichter dieser Stadt zeigen, die mit Sicherheit nicht unseren Erwartungen entsprechen. Wie eine Scheherazade, die ihren Kalifen 1000 Nächte mit arabischen Märchen gefangen hielt, werden diese "Fremden", "Ausländer", anderen in Berlin die geheimen Geschichten der Stadt aufdecken. Indem Ping bewusst nicht mit Schauspielern arbeitet und die Erzählungen Schicht für Schicht abhebt, entfaltet sich vor uns eine Meditation des Reisens in individuellen Biographien. Ähnlich der flüchtigen Hana (Blüte), der japanische Ästheten nacheifern, betreibt Ping seine Suche mit den Geschichtenerzählern aus Berlin. Sie sprechen Deutsch und teilen uns ihre Freuden und Alpträume des neuen Lebens in der Stadt ihrer Wahl mit. Secret Customs in "Undesirable Elements Berlin", vom 6. bis 11. Juni 2003]

Dieses Jahr haben wir uns an DJ Ipek (Resident DJ der Kulturveranstaltung Home Oriental Club) gewandt, um für IN TRANSIT einen neuen Club ins Leben zu rufen. [Clubbing Customs, 30. und 31. Mai, 6. bis 8. Juni, 13. und 14. Juni 2003]

(Aus dem Englischen von Herwig Engelmann)

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